Auch in Samedan soll künftig nicht mehr geknallt werden: Der Gemeindevorstand plant, das Abbrennen von lautem Feuerwerk im ganzen Gemeindegebiet stark einzuschränken.
Der Grund: Immer mehr Einwohnerinnen und Einwohner stören sich an Lärm, Feinstaub, Brandgefahr und Müll. Studien zeigen zudem, dass Feuerwerk Menschen, Tiere und Umwelt stark belastet.
Bereits heute gilt, dass private Feuerwerke ausser an Silvester und am 1. August bewilligungspflichtig sind. Bislang setzte der Gemeindevorstand auf Eigenverantwortung und verzichtete aus Rücksicht auf die persönliche Freiheit auf strengere Regeln. Freiwillige Aufrufe, auf Feuerwerk zu verzichten, hatten aber kaum Erfolg – besonders an Neujahr kommt es weiterhin zu intensiven Feuerwerkeinsätzen.
Nun soll ein klarer Schnitt folgen:
- Lärmerzeugendes Feuerwerk soll grundsätzlich verboten werden.
- Ausnahmen sind für besondere Anlässe möglich.
- Leises bzw. nicht lärmerzeugendes Feuerwerk soll weiterhin erlaubt bleiben.
Samedan schliesst sich damit anderen Oberengadiner Gemeinden und touristischen Zentren in Graubünden an, die ähnliche Regelungen bereits eingeführt haben. Ziel ist ein einheitlicher, nachhaltiger und sicherer Umgang mit Feuerwerk – ohne dass Verbote durch Ausweichen in Nachbargemeinden unterlaufen werden.
Die letzte Entscheidung liegt bei der Bevölkerung, daher wird an der Gemeindeversammlung vom 29. Juni 2026 über die Anpassung des kommunalen Polizeigesetzes abgestimmt.





