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Sieben Schneekanonen sorgen in Samedan für Winter-Feeling

Pünktlich zum 1. November beginnen rund um die touristischen Zentren in Samedan jedes Jahr die Vorbereitungen für die Wintersaison. Damit Loipen, Pisten und das Natureisfeld in Top-Zustand zum Saisonstart bereitstehen, braucht es neben den sieben Schneekanonen auch engagierte Menschen der Werkdienste.

So laufen auch diesen November die sieben gemeindeeigenen Schneekanonen wieder jede Nacht, falls es die Temperaturen zulassen. Sie produzieren «technischen Schnee», der vielen als Kunstschnee geläufig ist. Doch dieser Begriff ist nicht präzise, denn es handelt sich hierbei um echten Schnee, hergestellt aus Wasser und Luft, ohne Zusätze.

Wie funktioniert das mit dem technischen Schnee?

Die Technologie dahinter benötigt vor allem die sogenannte Feuchtkugeltemperatur, was eigentlich nur ein Zusammenspiel aus Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit ist. Sobald diese bei etwa minus 4 bis 7 Grad liegt, kann die Schneeproduktion beginnen:

Dabei spritzt die Schneekanone Wasser durch Düsen in die Luft und es bilden sich Wassertropfen. Parallel sprüht sie durch kleinere Düsen ein Druckluft-Wasser-Gemisch. Diese mikroskopisch kleinen Tröpfchen gefrieren sofort zu Eiskörnchen und daraus wird Schnee. Wenn die Temperatur tagsüber unter 0 Grad fällt, kann man auch tagsüber beschneien.

Die Samedner Schneekanonen gehören der Gemeinde, vier davon starten am Golfplatz, drei beim Skilift. Jede Kanone wiegt rund 700 Kilogramm und benötigt bei laufendem Betrieb bis zu 720 Liter Wasser pro Minute.

Nächtliche Einsätze bis Weihnachten

Verantwortlich für die Schneelogistik ist damit auch die Gemeinde, die jeweils zwei Männer der Werkdienste Samedan abstellt. Zwischen dem 1. November bis zum Saisonstart sind diese fast jede Nacht abwechselnd präsent, denn die Beschneiung läuft nicht vollautomatisch:

  • Sie schalten die Schneekanonen ein,
  • versetzen diese,
  • überprüfen Kabel, Schläuche,
  • reagieren auf Wind und Temperatur,
  • überwachen alle Systeme vor Ort und können über das Smartphone sehen, ob es Störungen gibt.

Ein Masterplan von Engadin Tourismus regelt, wann welche Loipe fertig sein muss: Zuerst rund um die Langlaufzentren, dann die Marathonloipe bis spätestens bis 24. Dezember.

Koordination zwischen Forstbetrieb und Werkdienst

Die Beschneiung ist nur ein Teil des Ganzen. Die Loipenpflege liegt beim Forstbetrieb, der jede Nacht fräst, verteilt und den Schnee in Form bringt. Und natürlich gilt es auch, parallel dafür zu sorgen, dass genug Schnee antransportiert wird, wo nicht genug da ist.

Am Skilift erfolgt die Beschneiung in enger Zusammenarbeit mit dem Betriebsleiter. Und das Natureisfeld der Promulins Arena wird auch nicht vergessen, dorthin transportieren die Gemeindearbeiter (wenn nicht genügend Schnee fällt) eigens eine Schneekanone hin und unterstützen tatkräftig beim Eisaufbau.

Auf diese Weise stellt die Gemeinde Jahr für Jahr sicher, dass die Loipen und Eisplätze rund um Samedan den hohen Erwartungen von Einheimischen und Gästen genügen.

Fotos: Moreno Margiotta / Werkdienste Samedan