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Open Doors mit Samedan als Patronatsgemeinde

Zum vierten Mal findet am letzten Juni-Wochenende das Architektur-Festival Open Doors statt. Erneut öffnen gut 80 architektonisch interessante Privathäuser, Hotels, Werkstätten und Infrastrukturstätten zwischen S-chanf und dem Bergell ihre Türen für die Öffentlichkeit. In diesem Jahr ist Samedan zusammen mit Bever Patronatsgemeinde.

Die Patronatsgemeinden sind jeweils mit einer grossen Anzahl Gebäude vertreten und auch mit Gebäuden, welche bisher nicht offenstanden. In Samedan kann man am 28. und 29. Juni 2025 folgende Gebäude gratis besichtigen:

  • Chesa Planta
  • La Tuor
  • Chesa Pedrolini
  • Chesa Salis (GKB-Gebäude)
  • Gemeindehaus
  • Kirche San Peter
  • Pflegezentrum Promulins
  • Solarkraftwerk (Projektpräsentation im Gemeindehaus)

In der Chesa Planta , die von Anfang an bei Open Doors dabei war, findet in diesem Jahr der Architektenapéro und das Expertendinner statt. Erstaunlich ist, dass La Tuor in diesem Jahr erstmals dabei ist.

Die Entstehung von Open Doors

Open House-Veranstaltungen gibt es seit über 30 Jahren in über 40 Städten weltweit. Seit einigen Jahren gibt es solche Veranstaltungen auch in der Schweiz, in Basel, Zürich und auch in Bern. Ins Engadin brachten die Veranstaltung Christoph Oggenfuss und Raphael Karrer. Sie gründeten im Jahr 2020 den Verein Open Doors Engadin. Wegen der Pandemie fand die erste Austragung dann im Jahr 2022 statt, anstatt 2021 wie ursprünglich geplant. Der Verein möchte einen Beitrag leisten Wissen über Architektur und deren Bedeutung für die Entwicklung unserer Lebensräume breit in der Öffentlichkeit zu verankern.

Das Organisationskomitee von Open Doors Engadin arbeitet eng mit einer selbst aufgebauten Expertengruppe zusammen, bestehend aus Architekt:innen, Denkmalpflegenden und Kunsthistoriker:innen. Sie helfen bei der Auswahl der Gebäude und sichern so die Qualität des Portfolios, wie Christoph Oggenfuss gegenüber La Padella erklärt.

Verankerung im Tal wächst

Das ursprüngliche Ziel von Open Doors Engadin, die Talbevölkerung für Baukultur zu sensibilisieren, sei auf einem guten Weg, sagt Christoph Oggenfuss. Es sei immer wieder interessant, was für Diskussionen über Baukultur, Architektur, Geschichte der Gebäude oder auch deren Bewohnende sich während der Besuche der Gebäude entwickelten. Zwischen 2500 und 3000 Besuchende zählt die Veranstaltung, die Hälfte davon seien Einheimische, der Rest seien Architektur- und Baukulturinteressierte von nah und fern. So gebe es Besucher:innen aus dem ganzen Kanton, der Schweiz und bis aus Süddeutschland, die ans Open Doors kämen. Für Christoph Oggenfuss ist jedoch klar, dass er diese Veranstaltung in erster Linie im Tal verankern möchte. Darum vergibt er auch alle damit verbundenen Aufträge (Grafik, Druck etc.) im Tal. Ausserdem sei ihm natürlich bewusst, dass diese Veranstaltung einzig und allein mit dem Mitmachen der Eigentümer:innen der Gebäude steht und fällt. Darum freue es ihn natürlich, dass auch in diesem Jahr gut 80 Gebäude zugänglich sein werden, sowohl Privathäuser, wie auch öffentliche Gebäude und Infrastrukturstätten.

Mehr Infos findet ihr unter www.opendoors-engadin.org.